Ein Liebesbrief

Diese zwei mandelförmigen Öffnungen in deinem Gesicht,
fast wie ein Herz,
erfüllt von goldenem Schimmer
und diesem kleinen schwarzen Riss dazwischen.
Manchmal wird der Riss rund wie ein Vollmond,
und es fühlt sich an,
als ob das Leben selbst durch dich Licht in diese Welt gießt.
Die zwei kleinen pelzigen Höhlen auf deinem Kopf,
immer bereit, die Klänge des Universums aufzufangen.
Dein neugieriger Blick,
deine kleine, dreieckige, feuchte Nase.
Die Liebe, die du verbreitest,
hat den Duft und die Form einer aufblühenden Rose.
Dein Fell zu berühren ist, wie eine Wolke zu berühren.
Und darunter reines Leben,
dein warmer Körper,
so einfach, so präsent.
Voll und leer zugleich.
Das Unbenennbare nahm Gestalt an.
Ein einzigartiger Ausdruck unter unendlich vielen.
Eine einzige Geste.
Unsere Blicke treffen sich,
und für einen Moment wissen wir,
ohne es zu wissen.
Nur das.
Geschrieben am 22. Februar 2026